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News & Aktuelles

13. April 2021
Autor:
Publisher: FH Finanzplanung

Update 1.Quartal 2021

Corona an der Börse schon passé,...
Mit den sich nun beschleunigenden Impfkampagnen in den Industrieländern, allen voran in den USA und im UK,  hellten sich die Aussichten auf ein anziehendes Wirtschaftswachstum ab dem 2. Halbjahr 2021 massiv aus. China und die asiatischen Anrainerstaaten laufen sowieso schon wie geschmiert, was vor allem den deutschen Autobauern in die Gewinnkarten spielt. Aber auch der Maschinenbau und die Elektroindustrie melden höhere Auftragseingänge, was sich letztendlich dieses Jahr in Produktionssteigerungen umsetzen läßt. Die "Old Economy" schlägt zurück. In der Industrie mehren sich die Anzeichen, daß bald die Niveaus vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht werden.
Während viele kleine und mittlere Betriebe des Dienstleistungssektors unter dem Dauerlockdown leiden, erklimmen die Börsen weltweit neue Rekordstände. Das ist auch kein Wunder, da die betroffenen Unternehmen kaum börsennotiert sind. Deswegen dürften auch die südeuropäischen Länder am längsten brauchen, um die Krise zu bewältigen, da ein großer Teil des Bruttoinlandsprodukt vom dahinsiechenden Tourismus abhängig ist.

Der industrie- und exportlastige DAX liegt im 1. Quartal darum auch ziemlich weit vorne. Mit 9,4% Zugewinn rangiert er sogar vor dem MSCI World. Klarer Verlierer war der Goldpreis mit -10% in US-Dollar gerechnet, da die Realzinsen in den USA massiv gestiegen sind. DIe Nominalrendite einer 10-jährigen US-Staatsanleihe stieg von 0,93% auf 1,72% in den ersten 3 Monaten diesen Jahres. Aufgrund der Aussichten auf wesentliche Öffnungen der geschlossenen Wirtschaftsbereiche und eine Rückkehr zu mehr Normalität erhöhten sich auch die Inflationserwartungen. Nach Ansichten der Notenbanken sind diese aber nur temporär höher zu erwarten, aufgrund des Basiseffekts gestiegener Energie- und Rohstoffpreise. Ein nachhaltiger Inflationsanstieg zeigt sich normalerweise erst, wenn der Arbeitsmarkt eng wird und die Löhne deutlich steigen. Die Zentralbanken werden deshalb weiterhin ausreichend Liquidität im Finanzsystem zur Verfügung stellen bevor mit Zinsanhebungen begonnen wird.

Aktien bleiben meiner Meinung nach die langfristig attraktivste Anlageklasse, auch wenn die Bewertungen nicht mehr die günstigsten sind. Da aber die die Notenbanken weiter für negative Realzinsen sorgen werden, gibt es wenig echte Alternativen. Aufgrund der Isolationspolitik von Ex-US-Präsident Trump lief die Investitionstätigkeit in den westlichen Industrieländern in den letzten 4 Jahren auf Sparflamme. D.h. bei positiveren Aussichten gibt es viel Aufholpotenzial im Investitionsgütersektor. Das geplante Infrastrukturprogramm vom amerikanischen Präsident Biden in Höhe von ca. 3.000 Mrd. US-Dollar schlägt in die selbe Kerbe. Das ist auch positiv für Aktien in den nächsten Jahren.